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19. April 2018, 19 Uhr - 22 Uhr,
Museum Abteiberg Mönchengladbach

2000: Eine Konferenz im geteilten Deutschland.
Treuhand, Expo und der ganze Rest


19.00 Uhr Begrüßung
Henrike Naumann und Susanne Titz

19.15 Uhr Die lange Geschichte der "Wende": Ostdeutsche Konsumpraktiken 1949-2000. Vortrag von Clemens Villinger, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

20.15 Uhr EXPO 2000: Utopie und Erinnerung
Podiums- und Publikumsgespräch mit Andreas Grosz, dem ehemaligen Gründungsgeschäftsführer der Weltausstellungsgesellschaft EXPO 2000, Uta Brandes, Designexpertin und -theoretikerin und Henrike Naumann

21.15 - 22.15 Uhr Das Jahr 2000 findet nicht statt
Ein Set der Postmoderne
Special Guest: Dr. Motte

mehr Infos

Abbildung:
Birgit Breuel, Generalkomissarin der EXPO 2000, Öl auf Leinwand, Geschenk Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Sammlung Exposeeum Hannover



HENRIKE NAUMANN
2000
11. März – 10. Juni 2018
Museum Abteiberg Mönchengladbach

Warum ist es heute einfacher, einen gewellten Spiegel zu finden als einen geraden? Henrike Naumann legt eine zeitgeschichtliche Archäologie der Hinterlassenschaften der Postmoderne in Deutschland frei. Was macht die Allgegenwärtigkeit postmodernen Designs in Kopie der Kopie im Alltag mit den Deutschen? Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hatte der postmoderne Bauboom ab 1990 für das Leben der Menschen in der ehemaligen DDR? Kann man sich durch Möbel radikalisieren? Und wie war das gleich noch mit der Expo 2000 in Hannover, deren Chefin wenige Jahre zuvor als Treuhand-Präsidentin die Abwicklung der Ostbetriebe verantwortete? Henrike Naumann (*1984 Zwickau) nimmt das Milleniumsjahr als Ausgangspunkt für eine Betrachtung der 1990er Jahre in Ost- und Westdeutschland und der Nachwirkungen postmodernen Designs auf die deutsche Gesellschaft.

Expo 2000 und Terror 2000, Treuhand und Love Parade, Gerhard Schröder und Dr. Motte, Generation Golf und Möbel Höffner – ein deutsch-deutscher Pavillon gefüllt mit Objekten und Möbelstücken, ausgewählt aus dem Archiv der Künstlerin, aus dem Exposeeum Hannover und aus Mönchengladbachs Wohnzimmern. Ihre Videoarbeiten, die auf analogen wie digitalen Videoformaten entstehen, liegen im Raum wie Trümmer aus einer nahen Vergangenheit, die antiken Tonscherben unserer Zeit.